11.11.2011
Kategorie: Wettbewerbsrecht

Geringer Streitwert bei Verstoß gegen Impressumspflicht

Rechtsanwalt Martin Kuhr, LL.M.
Ein Unternehmen muss auf seiner Homepage insbesondere die im Handelsregister eingetragene Firma, ein vertretungsberechtigtes Organ, die Handelsregisternummer, das Handelsregistergericht, die korrekte ladungsfähige Anschrift sowie die Telefon- und ggf. Faxnummer angeben (Impressum). Der für die Berechnung von Anwaltsgebühren und Gerichtskosten maßgebliche Streitwert für ein einstweiliges Verfügungsverfahren wegen des Verstoßes gegen die Impressumspflicht auf einer Internetseite ist in der Regel...
10.11.2011
Kategorie: Urheberrecht, IT-Recht

Zulässige Abbildung von "Thumbnails" in Personensuchmaschine

Rechtsanwalt Florian Decker
Wer den Inhalt seiner Internetseite für den Zugriff durch Suchmaschinen zugänglich macht, ohne die bestehenden technischen Möglichkeiten der Zugriffsverhinderung zu nutzen, gibt konkludent sein Einverständnis zur reduzierten Abbildung seiner Werke durch Bildersuchmaschinen. So hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass in der Darstellung von verkleinerten Vorschaubildern ("Thumbnails") keine Urheberrechtsverletzung durch den Suchmaschinenbetreiber (hier Google) gesehen werden kann,...
09.11.2011
Kategorie: Urheberrecht

"Gewerbliches Ausmaß" einer Urheberrechtsverletzung bei Oscar dekoriertem Film

Rechtsanwalt Niklas Plutte
Werden durch das Einstellen eines urheberrechtlich geschützten Werkes in ein peer-to-peer Netzwerk Urheberrechte des Berechtigten verletzt, so kann dieser von dem Telekommunikationsunternehmen, über dessen Netz die Rechtsverletzung begangen wird, Auskunft über die persönlichen Daten des Verletzers verlangen. Voraussetzung ist allerdings u.a., dass die Rechtsverletzung ein "gewerbliches Ausmaß" erreicht hat. Davon ist bei einem Kinofilm bis zum Ablauf von sechs Monaten gerechnet ab dem...
09.11.2011
Kategorie: Wettbewerbsrecht

Kein "BIO TABAK"

Rechtsanwalt Christian Welkenbach
Das Gesetz untersagt es Herstellern von Tabakerzeugnissen, in der Werbung Angaben zu verwenden, die darauf hindeuten, dass die Tabakerzeugnisse natürlich oder naturrein sind. Dies setzt nicht voraus, dass die Angaben für den angesprochenen Personenkreis eine konkrete Irreführungsgefahr begründen. So ist die Verwendung des Begriffs "BIO TABAK" auch dann verboten, wenn der Tabak tatsächlich durch biologischen Anbau erzeugt wurde.
08.11.2011
Kategorie: Wettbewerbsrecht, eCommerce-Recht

Hinweis auf abweichende Filial-Preise

Rechtsanwältin Sabine Heukrodt-Bauer, LL.M.
Wirbt ein Einzelhandelsunternehmen, das die gleiche Ware in mehreren Verkaufsstellen zu unterschiedlichen Preisen anbietet, im Internet mit dem niedrigsten dieser Preise, muss deutlich darauf hingewiesen werden, dass dieser niedrigste Preis nicht in allen Filialen gilt. Daher ist es als irreführend und damit wettbewerbswidrig anzusehen, wenn auf der Internetseite mit der Verfügbarkeit einer bestimmten Ware in einer bestimmten Verkaufsstelle geworben wird, ohne deutlich zu machen, dass dort ein...
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