04.08.2009
Kategorie: Domainrecht

Domain-Vergabe: auch ungewöhnlicher Vorname schutzwürdig

Rechtsanwalt Christian Welkenbach
Bei der Vergabe von Internetdomains gilt grundsätzlich das Prioritätsprinzip. Maßgebend ist danach, wer die Eintragung bei der zentralen Registrierungsstelle zuerst veranlasst hat. Diesen Schutz genießt der Eingetragene nicht nur hinsichtlich seines Familiennamens, sondern auch hinsichtlich eines ausgefallenen und daher kennzeichnungskräftigen Vornamens. In dem nun vom Bundesgerichtshof in letzter Instanz entschiedenen Fall hatte ein Mann mit Nachnamen „Raule“ vergeblich gegen den Inhaber der...
20.04.2009
Kategorie: Domainrecht

Streit über Löschung einer auf "Vorrat" registrierten Domain

Rechtsanwalt Christian Welkenbach
Durch die Registrierung eines Domainnamens dürfen Marken- und Namensrechte Dritter nicht beeinträchtigt werden. Andererseits kann der betroffene Rechteinhaber sein Löschungsbegehren hinsichtlich eines Domainnamens nicht auf eine Kennzeichenverletzung stützen, weil das Halten des Domainnamens für sich gesehen nicht bereits eine Verletzung seiner Geschäftsbezeichnung darstellt. Der Anspruch auf Löschung einer Domain wegen einer Kennzeichenverletzung kann jedoch unter dem Gesichtspunkt der...
06.03.2009
Kategorie: Domainrecht

Verwendung eines noch nicht eingetragenen Zeichens in Domain

Rechtsanwalt Florian Decker
Grundsätzlich verletzt ein Nichtberechtigter, für den eine Namens- oder Markenbezeichnung als Domainname unter der in Deutschland üblichen Top-Level-Domain „.de” registriert ist, das Namens- oder Kennzeichenrecht desjenigen, der an einem identischen Zeichen ein Namens- oder Kennzeichenrecht hat. Etwas anderes gilt jedoch in der Regel dann, wenn das Namens- oder Kennzeichenrecht des Berechtigten erst nach der Registrierung des Domainnamens durch den Nichtberechtigten entstanden ist. Eine frühere...
04.07.2008
Kategorie: Domainrecht, Markenrecht

Keine Markenverletzung durch bloße Registrierung einer Domain

Rechtsanwalt Martin Kuhr, LL.M.
Allein die Registrierung einer Domain stellt als solches noch keine Benutzung einer Marke eines anderen dar. Für die Begründetheit eines Domain-Verzichtsanspruchs muss bereits die Registrierung der Domain im Hinblick auf die Klagemarke rechtswidrig sein. Dies verneinte das Oberlandesgericht Hamburg hinsichtlich der Reservierung der Domain „www.original-nordmann.eu“ durch einen Forstbetrieb. Das Gericht sah keine Verwechslungsgefahr mit der Marke „Original Nordmann“, die das klagende...
18.10.2007
Kategorie: Domainrecht

Städte-Domain: Auch Behördennamen sind geschützt

In zahlreichen Entscheidungen geben die Gerichte dem Recht von Städten und Gemeinden, den Ortsnamen für den Betrieb ihrer Internetdomain für sich beanspruchen zu können, Vorrang. Das Landgericht Bremen erweitert diesen Namensschutz auch auf Behörden und kommunale Einrichtung, soweit der Bezeichnung Namensfunktion zukommt. Dementsprechend wurde dem Inhaber der Domain „stadtteilbeirat-woltmershausen.de“ deren weitere Verwendung untersagt.
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